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	<description>Tierphysiotherapie und -osteopathie</description>
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		<title>Entdecke funktionale Reitpferdemuskulatur</title>
		<link>https://www.equinelan.de/entdecke-funktionale-reitpferdemuskulatur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 22:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich über ein Thema sprechen, von dem ich mir sicher bin, dass jeder Pferdebesitzer sich dazu schonmal Gedanken gemacht hat: Muskelaufbau. Auch in meinem Alltag als Pferdephysiotherapeutin und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich über ein Thema sprechen, von dem ich mir sicher bin, dass jeder Pferdebesitzer sich dazu schonmal Gedanken gemacht hat:</p>
<h3>Muskelaufbau.</h3>
<p>Auch in meinem Alltag als Pferdephysiotherapeutin und -rehatrainerin bekomme ich hierzu die meisten Fragen. Das ist nachvollziehbar, denn an der Muskulatur lassen sich sowohl der Trainingszustand eines Pferdes ablesen, als auch die Qualität des Trainings.</p>
<p>Trotzdem ist die Frage nach Muskelaufbau und spezifischen Übungen, um endlich einen gut bemuskelten Pferderücken zu bekommen, in meinen Augen die Falsche. Denn:</p>
<p>Solange der Bewegungsablauf deines Pferdes nicht stimmt, kann es keine funktionale Reitpferdemuskulatur aufbauen. Egal wie viele Seitengänge du reitest oder wie viele Stangen du ins Training einbaust. Das Pferd wird immer in seiner Kompensation bleiben, solange du nicht gezielt genau daran arbeitest.</p>
<p>Deshalb möchte ich heute keine Übungsempfehlungen geben (das wird Inhalt des nächsten Blogartikels sein), sondern ein paar Kriterien nennen, woran man eine physiologisch ausgebildete Reitpferdemuskulatur erkennt:</p>
<p>&#8211; Die Muskulatur ist glatt und unauffällig. Keine Körperpartie springt einem sofort ins Auge, es gibt keine Kanten und harten Linie im Körperverlauf.</p>
<p>&#8211; Typische Stellen für harte Linien in der Muskulatur, die dort nicht hingehören:</p>
<ul>
<li>parallel zum Hals verlaufend</li>
<li>am Übergang Hals-Schulter eine deutliche Kante</li>
<li>auf dem Schulterblatt sieht die Haut wie angeklebt aus</li>
<li>am Übergang Schulterblatt-Rücken das bekannte &#8222;Loch&#8220; in der vorderen Sattellage</li>
<li>die Hosenmuskulatur (am Hinterbein etwa von Schweifansatz bis Kniekehle) zeichnet sich in einer oder zwei Linien deutlich ab</li>
</ul>
<p>&#8211; Von vorne betrachtet gehen die Vorderbeine gerade nach unten, das Pferd steht sozusagen schulterbreit. Weder klemmt es mit den Ellenbogen unter dem Rumpf, noch steht es überbreit. (Eine schmale Brust ist bei Jungpferden normal, im Laufe der Reitpferdeausbildung sollte sie breiter werden.)</p>
<h3>Faszien- statt Muskeltraining</h3>
<p>Bevor ich mich bei einem Pferd um Muskelaufbau kümmere, interessiert mich der Faszienapparat. Früher wurden die Faszien einfach als Bindegewebe, also eine Hülle für Organe und Muskeln simplifiziert. Heute weiß man, dass es genau eine einzige Körperfaszie ist, die sich in den verschiedenen Bereichen in ihren Eigenschaften unterscheidet. Sie gilt als größtes Organ und bestimmt maßgeblich wie beweglich ein Körper ist und ist &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; verantwortlich für alle Bewegungen, über die wir nicht aktiv nachdenken. D.h. wenn du denkst &#8222;Ich hebe jetzt meinen rechten Arm.&#8220;, dann steuert das das Gehirn diese Bewegung. Denkst du aber &#8222;Ich möchte mir das Glas oben aus dem Regal holen.&#8220; steuert die Faszie was dein Körper dafür tut.</p>
<p>Man bezeichnet die Faszie auch als Problemlöseorgan &#8211; und kann genau diesen Weg nutzen, um sie anzusprechen und gezielt zu trainieren.</p>
<p>Im Pferdetraining sollte es also nicht darum gehen Mikromanagement zu betreiben und dem Pferd genau zu sagen wo und in welcher Ausrichtung es seinen Huf platzieren soll, sondern es geht darum dem Pferd sinnvolle Bewegungsaufgaben zu stellen, die es dann lernen kann zu lösen.</p>
<p>Noch ein paar Fakten zu Faszien, weshalb ich mittlerweile ein größerer Fan von Faszientraining als von Muskeltraining bin:</p>
<p>&#8211; Fasziengewebe wird, wenn man es sinnvoll belastet, gleichzeitig stabiler und elastischer &#8211; genau das, was wir uns auch von unserem Reitpferd wünschen.</p>
<p>&#8211; Faszien adaptieren den Reiz, den sie regelmäßig bekommen, bauen sich also entsprechend um. Dieser Umbauprozess dauert zwischen 6 Monate und 2 Jahre. In beide Richtungen!</p>
<p>D.h. wenn du es einmal geschafft hast, dass der Faszienkörper ein sinnvolles Bewegungsmuster adaptiert hat, dann geht dir dieser Zustand nicht verloren, wenn du krankheitsbedingt ein paar Wochen ausfällst.</p>
<p>&#8211; Wenn von Seite der Faszien alles passt, kommen die passenden Muskeln meiner Erfahrung nach wie von selbst. Gezieltes Muskelaufbautraining wird dann nur noch für Pferde im Leistungssport benötigt.</p>
<p>&#8211; Die Körperfaszie ist ein holistisches System. Das bedeutet, dass wenn man alles vom Pferd wegnimmt außer die Faszie, diese das Pferd immer noch abbildet. Damit ist sie für den Körper der Schlüssel um Befunde auszugleichen. Ein gutes Beispiel beim Pferd hierfür sind ECVM-Befunde, also Fehlbildungen der unteren Halswirbelsäule:</p>
<p>Wenn der knöcherne Ansatzpunkt fehlt, fehlt auch der Muskel und kann nicht mehr stabilisieren. Hat das Pferd jetzt allerdings gelernt seinen Faszienapparat in eine passende Vorspannung zu bringen und sich zu stabilisieren, wird diese Stelle einfach überbrückt und das Pferd kann komplett symptomfrei werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hoffe, ich konnte dir ein paar wertvolle und auch neue Impulse für deine tägliche Arbeit mit deinem Pferd mitgeben.</p>
<p>Was ich mir wünsche, das du aus all diesen Informationen und Gedanken mitnimmst:</p>
<p><em>Bevor du über Muskelaufbau nachdenkst, frage dich wie es um die Faszien deines Pferdes steht.</em></p>
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		<title>Der richtige Weg für dich und dein Pferd</title>
		<link>https://www.equinelan.de/der-richtige-weg-fuer-dich-und-dein-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Annina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 22:02:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biotensegrität]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal habe ich das Gefühl mit der Wahl der richtigen Reitweise verhält es sich wie mit einer Beziehung: ❤️ Es ist wichtig, sich bewusst für eine(n) zu entscheiden und wenn [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="left">Manchmal habe ich das Gefühl mit der Wahl der richtigen Reitweise verhält es sich wie mit einer Beziehung:</p>
<p>❤️ Es ist wichtig, sich bewusst für eine(n) zu entscheiden und wenn man diese Entscheidung getroffen hat, nicht ständig weiter Ausschau zu halten, ob es noch etwas Besseres gibt. Denn auf den ersten Blick sehen die meisten besser aus, als sie am Ende sind.</p>
<p>Aber woher weiß ich, dass er/sie der/die Richtige für mich ist?</p>
<p>Genau wie in menschlichen Beziehungen, gibt es auch bei Reitweisen ein paar Red Flags, auf die wir achten können, um nicht zu viel Zeit in etwas zu investieren, was uns und vor allem unserem Pferd nicht gut tut.</p>
<p>🚩 Hier verrate ich dir meine Red Flags für Reitweisen:</p>
<ul>
<li>Der körperliche Zustand deines Pferdes verschlechtert sich oder stagniert auf einem Niveau, mit dem du nicht zufrieden bist.</li>
</ul>
<p><em>Die Arbeit mit dem Pferd sollte seinen körperlichen Zustand verbessern, niemals verschlechtern. Wichtig ist hier vor allem wie es über einen längeren Zeitraum aussieht &#8211; denn so ziemlich jedes Pferd verbessert sich erstmal bei einem Reitweisenwechsel, weil es aus seinen alten Kompensationen heraus kommt. Aber entwickelt es im nächsten Schritt direkt neue Pathologien und neue Probleme, oder wird es wirklich einfach nur besser?</em></p>
<ul>
<li>Die Reitweise bietet keine Möglichkeit übergewichtige oder lungenkranke Pferde gesundheitsfördernd zu trainieren.</li>
</ul>
<p><em>Pferde sind Lauftiere und ihr gesamter Organismus ist darauf ausgelegt sich zu bewegen, je nach Literatur 15-30 km am Tag und gerne das volle Bewegungspotential ausschöpfend. Das muss nicht immer Vollgas sein, aber eine gesunde Lunge möchte ausreichend belüftet werden. Hierzu muss das Pferd so stark in Bewegung kommen, dass es sein volles Lungenvolumen nutzt. Und auch übergewichtige Pferde brauchen neben der passenden Fütterung ein gewisses Bewegungspensum um abzunehmen. Muskelaufbau alleine reicht nicht.</em></p>
<ul>
<li>Du musst nahe an die Perfektion heran kommen, damit du deinem Pferd nicht mehr schadest.</li>
</ul>
<p><em>Wenn dem so wäre, dürften nur noch Berufsreiter und ein paar wenige Auserwählte reiten, denn mal ehrlich: Wer erreicht Perfektion in einem so komplexen Hobby, neben Vollzeitjob, Familie etc.?<br />
</em><em>Was ich hingegen schon akzeptabel finde: Wenn man beim Zuschauen sieht, welchen Ausbildungsstand Pferd und Reiter wirklich haben. Nicht schmeichelhaft fürs Ego des Reiters, aber eben auch nicht auf Kosten des Pferdes.</em></p>
<ul>
<li>Dein Pferd hat dauerhaft einen hohen Therapiebedarf.</li>
</ul>
<p><em>Gutes Training verbessert den Zustand des Pferdes und macht eine Dauertherapie überflüssig. Die Therapie darf phasenweise unterstützen, sollte aber nie über einen längeren Zeitraum kompensieren, was im Training schief läuft. Das ist nämlich zum einen nicht vollumfänglich möglich und geht zum anderen auf Kosten des Pferdes.<br />
</em><em>Wichtig: Natürlich geht es nicht darum, einfach auf die Therapie zu verzichten, sondern nachzuforschen, was im Training schief läuft und das zu verändern.</em></p>
<ul>
<li>Du musst im Gelände anders reiten als auf dem Platz.</li>
</ul>
<p><em>Die Arbeit auf dem Platz soll dem Pferd helfen sich im &#8222;Ernstfall&#8220; besser mit seinem Reiter verständigen zu können, also im Gelände in unbekannten Situationen trotzdem noch eine funktionierende Kommunikation zu haben. Wenn die Prinzipien, die auf dem Reitplatz geübt werden, im Gelände nicht funktionieren, funktionieren sie auch auf dem Platz nicht wirklich.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den heutigen Blogpost hätte ich auch für mich vor ein paar Jahren schreiben können. Denn ich habe gefühlt jede existierende Reitweise ausprobiert, bevor ich meinen Weg gefunden habe. Und jeder Wechsel begann mit den Worten: DAS ist jetzt das Richtige für mich.</p>
<p>Ich bin englisch geritten (nicht wie im Turniersport, aber irgendwie ohne richtiges Konzept), western, war einige Zeit in der Reitkunst unterwegs und habe ins Horse Tensegrity Training reingeschaut. Und jedes Mal habe ich die folgenden Phasen durchlaufen:</p>
<ol>
<li><strong>Euphorie</strong> &#8211; wie viel besser alles in der neuen Reitweise ist und wie sie meine Probleme löst</li>
<li><strong>Zweifel</strong> &#8211; als mir die ersten Probleme und Widersprüche der neuen Reitweise aufgefallen sind</li>
<li><strong>Beenden</strong> &#8211; ein unbewusstes die Augen und Ohren nach etwas besserem offen halten und dann der Wechsel dorthin, wenn ich fündig wurde</li>
</ol>
<p>Kommt dir das bekannt vor?</p>
<p>Die Red Flags, die ich dir oben genannt habe, sind mir leider erst sehr spät bewusst geworden. Ich hätte viel Zeit und Geld sparen können, wenn ich früher davon gewusst hätte &#8211; und auch unsere Pferde hätten so manches nicht erdulden müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Schluss möchte ich auch noch die Frage aller Fragen beantworten: Was ist (in meinen Augen) die gesundheitsfördernste Art mit einem Pferd zu arbeiten?</p>
<p>Es ist ein Dreiklang aus dem <strong>Erklärungsmodell Biotensegrität</strong>, der <strong>Arbeit in Gebrauchshaltung</strong> und aus dieser Perspektive betrachtet und verstanden die <strong>klassische deutsche Reitlehre</strong> nach Gustav Steinbrecht.</p>
<p>Dieser Ansatz basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist wie von Steinbrecht gefordert &#8222;der Natur des Pferdes abgelauscht&#8220; und lässt sich vereinbaren mit dem Wissen der alten Meister, was ihn umso glaubwürdiger macht.</p>
<p>Auch die praktischen Erfahrungen zeigen, dass die Pferde sich mit diesem Ansatz sehr schnell trotz teils massiver Befunde verbessern lassen und danach auch stabil bleiben. Und das nicht nur in Profi-Händen, sondern auch durch dich als Besitzer, der die Prinzipien gerade selbst erst erlernt.</p>
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			</item>
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		<title>Was ist die neutrale Haltung beim Pferd?</title>
		<link>https://www.equinelan.de/was-ist-die-neutrale-haltung-beim-pferd/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Annina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 21:40:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biotensegrität]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Objektive Wahrheit? In einer Zeit, in der jeder darauf bedacht ist den Anderen mit seiner Meinung stehen zu lassen und man vor allem in der Fachwelt dem Diskurs eher aus [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3 align="left">Objektive Wahrheit?</h3>
<p align="left">In einer Zeit, in der jeder darauf bedacht ist den Anderen mit seiner Meinung stehen zu lassen und man vor allem in der Fachwelt dem Diskurs eher aus dem Weg geht, finde ich es sehr schwierig nach Wahrheit zu suchen. Kann es ein objektives Richtig überhaupt geben?</p>
<p>Diese Frage darfst du für dich selbst beantworten.</p>
<p>Was ich dir in diesem Blogartikel mitgeben möchte, ist einen Antwort-Schnipsel, den ich gefunden habe. Starten möchte ich mit etwas, was viele auch heute noch als Wissen akzeptieren: einem Zitat von Gustav Steinbrecht (1808 &#8211; 1885) aus seinem Buch &#8222;Gymnasium des Pferdes&#8220;. Er schreibt:</p>
<p><em>&#8222;Alle Künste und Wissenschaften haben in unserer Zeit durch Erforschung der Natur so schnelle Fortschritte gemacht, daß die in ihnen erreichten Erfolge oft ans Wunderbare grenzen. Es wäre wohl an der Zeit, sich hieran ein Beispiel zu nehmen, alle veralteten Vorurteile zu beseitigen und die Grundgesetze zur Erzielung eines guten Pferdes nur der Natur abzulauschen.&#8220;</em></p>
<p>Worte, die knapp 200 Jahre alt sind. Und heute aktueller denn je.</p>
<p>Wenn es eine Wahrheit in der Reiterei geben sollte, kann sie nur in der Natur des Pferdes zu finden sein.</p>
<p>Die Frage, mit der ich mich heute beschäftigen möchte, ist:</p>
<h3>Welche Kopf-Hals-Position ist für ein Pferd physiologisch und sollte dementsprechend beim Reiten angestrebt werden?</h3>
<p>Oben habe ich ein Bild meiner ehemaligen Stute eingefügt, wie sie auf der Koppel zurück zu ihrer Herde galoppiert (sogar bergab). In diesem Moment möchte sie niemandem imponieren, sondern hat ein Ziel, dass sie erreichen will. Ihr Körper ist darauf ausgerichtet eine Strecke effektiv zurückzulegen. Ihre Nase ist etwa auf Hüfthöckerhöhe, der Hals horizontal nach vorne gestreckt. Diese Körperhaltung nennt man <em>Gebrauchshaltung</em> &#8211; definiert als die Haltung, in der das Pferd den besten Gebrauch von seinem Körper macht.</p>
<p>Ich lade dich ein, diese Aussage zu überprüfen. Schau dir Bilder von freilaufenden Pferden an, die scheinbar irgendwo ankommen wollen (d.h. meist traben oder galoppieren) und achte darauf, wie sie ihren Körper nutzen und wie sie die einzelnen Körperteile zueinander ausrichten.</p>
<p>Ein Aspekt der Gebrauchshaltung, der mir erst sehr viel später klar wurde, der für mich aber sehr viel Sinn ergibt:</p>
<p>Die Gebrauchshaltung entspricht der neutralen Stellung der Pferdewirbelsäule, ohne Beugung, Streckung oder Seitbiegung. Es ist also die Haltung, in der auch wir Menschen bevorzugt weite Strecken zurücklegen &#8211; genau wie die Pferde.</p>
<p>Und genau das ist auch der Punkt, an dem ich mit jedem Rehapferd ansetze: die Gebrauchshaltung erarbeiten und dadurch zurück in ein physiologisches Bewegungsmuster kommen.</p>
<p>Und hier schließt sich der Kreis zu Steinbrechts Zitat:</p>
<p><em>&#8222;[&#8230;] daß die in ihnen erreichten Erfolge oft ans Wunderbare grenzen.</em>&#8220;</p>
<p>Das ist es, was ich so oft mit den Rehapferden erleben darf. Dass wir Verbesserungen erreichen können, an die niemand mehr wirklich geglaubt hat.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Biotensegrität</title>
		<link>https://www.equinelan.de/biotensegritaetblog/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 13:48:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biotensegrität]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Idee Schon immer nutzen Menschen Modelle, um Sachverhalte zu erklären, die so komplex sind, dass sie sie anders nicht fassen können. Dabei ist klar, dass ein Modell die Realität [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-start="165" data-end="177">Die Idee</h3>
<p data-start="179" data-end="433">Schon immer nutzen Menschen Modelle, um Sachverhalte zu erklären, die so komplex sind, dass sie sie anders nicht fassen können. Dabei ist klar, dass ein Modell die Realität nie zu 100 % abbildet. Aber es ist die beste, zu dieser Zeit bekannte Annäherung.</p>
<p data-start="435" data-end="724">Wir kennen Modelle beispielsweise von Betrachtungen der Erde (erst Scheibe, dann Kugel) oder etwas moderner aus der Chemie die verschiedenen Atommodelle. Einige beobachtbare Phänomene werden im Modell gut beschrieben, andere weniger (z. B. die frühere Angst, vom Rand der Erde zu stürzen).</p>
<p data-start="726" data-end="1324">Auch in der Bewegungslehre finden solche Modelle Anwendung. Lange Zeit galt die Biomechanik als „State of the Art“ und so legten wir Hebelgesetze an unsere Pferde an und überlegten, in welcher Haltung ein Pferd laufen muss, damit es im Stande ist, einen Reiter zu tragen. Die Biomechanik hätte sich nicht so lange gehalten (in vielen Kreisen bis heute), wenn es absolut an der Realität vorbei wäre. Aber sie limitiert die Bewegungsmöglichkeiten der Pferde stark und kann einige Phänomene nicht erklären – beispielsweise, wie ein Pferdebein die Landung nach einem Sprung unbeschadet überstehen kann.</p>
<p data-start="1326" data-end="1632">In den 1980er Jahren kam ein neues Erklärungsmodell auf: <strong data-start="1383" data-end="1405">die Biotensegrität</strong>. Die Idee stammte ursprünglich aus der Architektur. Starre und elastische Elemente spannen einen Raum auf – und zwar, ohne dass die starren Elemente sich berühren. Diese Gebilde sind extrem stabil, vor allem gegen Druck- und Zugkräfte.</p>
<p data-start="1634" data-end="2131">Der Chirurg Stephen Levin verstand, dass dieses Konzept sich auch auf Körper übertragen lässt und die Realität deutlich besser abbildet als die Gesetze der Mechanik. Dabei sind die Knochen die starren Elemente, der Faszienapparat bildet die elastische Komponente. Die Muskeln sorgen für die passende Vorspannung in den Faszien und führen vor allem Bewegungsänderungen aus.</p>
<h3 data-start="2133" data-end="2169">Biotensegrität im Pferdetraining</h3>
<p data-start="2171" data-end="2313">Dieses neue Erklärungsmodell findet mittlerweile auch Einzug ins Pferdetraining. Dadurch, dass es deutlich widerspruchsärmer als die hebelbasierte Biomechanik ist, hilft es Zusammenhänge neu zu verstehen und zu erkennen, warum gewisse Trainingspraktiken funktionieren &#8211; oder eben nicht funktionieren.</p>
<p data-start="2171" data-end="2313">Spannend ist, dass die Erklärungen der Biotensegrität die Reitlehre nach Gustav Steinbrecht stützt und vieles, was früher praktiziert wurde, als richtig und wichtig unterstreicht. Und eben auch erklärbar macht, warum unsere Pferde so viele Probleme haben, nachdem wir beispielsweise auf eine lange Grundausbildung im Gelände mittlerweile flächendeckend verzichten.</p>
<p data-start="2171" data-end="2313">Die Biotensegrität ist keine Reitweise, aber eine Chance endlich wieder einen Kompass im Reitweisendschungel zu haben, der uns hilft zu erkennen was richtig und zielführend ist und was nicht.</p>
<h3 data-start="2825" data-end="2883">Warum ist es wichtig, welches Modell ich im Kopf habe?</h3>
<p data-start="2885" data-end="3174">Lebewesen sprechen sehr gut auf innere Bilder an. Wir machen uns dies im Reitunterricht gerne zunutze, um ein bestimmtes Körpergefühl zu vermitteln. Aber auch die Pferde verändern ihre Bewegung – je nachdem, ob und welches Bild wir während der Arbeit mit ihnen im Kopf haben.</p>
<p data-start="3176" data-end="3511">Gleichzeitig beeinflussen wir nicht nur das Bewegungsziel unseres Pferdes mit dem Bild in unserem Kopf, wird verändern auch die Art, wie wir unserem Pferd Aufgaben stellen. Die hebelbasierte Biomechanik führt oft zu Mikromanagement: Den rechten Hinterhuf noch ein bisschen weiter in Richtung Schwerpunkt setzen, der Körper muss sich noch etwas mehr nach rechts biegen, der Widerrist sollte dabei nicht nach innen rotieren, &#8230;</p>
<p data-start="3176" data-end="3511">Dem gegenüber steht eine Denkweise, bei der das Pferd Bewegungsaufgaben gestellt bekommt, die es lösen soll: Trage mich von A nach B; stell dir vor wir reiten hier um ein Rind herum, das du nicht aus den Augen lässt; zieh bitte in jeder Lebenslage horizontal vorwärts ans Gebiss, &#8230;</p>
<p data-start="3176" data-end="3511">Der Vorteil von Bewegungsaufgaben ist, dass sie den Pferdekörper sehr viel ganzheitlicher trainieren. Es werden Geist und Körper angesprochen, die Faszien dürfen als Problemlöseorgan mitwirken, das Pferd entwickelt ein Körpergefühl, auf das es sich immer besser verlassen kann und lernt Selbstwirksamkeit.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wofür steht Equinelan?</title>
		<link>https://www.equinelan.de/wofuer-steht-equinelan-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 13:43:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der eigene Weg Jeder ist anders. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Das war mir schon zu Beginn meiner Ausbildung als Tierphysiotherapeutin bewusst. So stand eigentlich schon immer fest, dass [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3 data-start="183" data-end="201">Der eigene Weg</h3>
<p data-start="203" data-end="627">Jeder ist anders. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Das war mir schon zu Beginn meiner Ausbildung als Tierphysiotherapeutin bewusst. So stand eigentlich schon immer fest, dass meine Praxis einen eigenen Namen bekommen würde. Zumal ich mir alle Optionen für weitere Ausbildungen, wie beispielsweise die Osteopathie, offen halten und nicht jedes Mal den Praxisnamen ändern wollte, wenn größere Qualifikationen hinzu kommen.</p>
<h3 data-start="629" data-end="648">Die Namenssuche</h3>
<p data-start="650" data-end="981">Ich überlegte rum, probierte aus, aber alle Ideen, die mir so kamen, waren schon vergeben. Bis ich schließlich an meinem damaligen Arbeitsplatz immer wieder auf das Wort „Elan“ stieß. Zugegeben, ich weiß bis heute nicht, ob es in diesem Kontext eine Abkürzung war und wofür sie steht, aber mir gefiel das Wort und was es ausdrückt.</p>
<h3 data-start="983" data-end="1015">Was „Elan“ für mich bedeutet</h3>
<p data-start="1017" data-end="1567">Elan wird mit Synonymen beschrieben wie „innerer Schwung“ und „Begeisterung“ – genau das, was ich mir von einem Pferd wünsche. Und was ich einem Pferd durch eine physiotherapeutische Behandlung, wenn ich alle Blockaden gelöst und Verspannungen beseitigt habe, wiedergeben möchte. Wir wünschen uns alle, dass unsere Pferde voller Freude mitarbeiten, dass sie Feuer haben, auch mal etwas anbieten und einfach ihre Schönheit nach Außen tragen. Und mit der Physiotherapie sollten diesem Ideal zumindest keine körperlichen Beschwerden mehr im Wege stehen.</p>
<h3 data-start="1569" data-end="1600">Die Bedeutung von Equinelan</h3>
<p data-start="1602" data-end="1698">Es geht also darum dem Pferd (= equinus lat.) zu neuem Elan zu verhelfen, kurz:<br data-start="1681" data-end="1684" /><strong data-start="1684" data-end="1698">Equinelan.</strong></p>
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		<title>Fallbeispiel Lasertherapie – Wundheilungsstörungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 13:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fallbeispiele aus der Praxis Im Rahmen dieses Blogs möchte ich nicht nur über allgemeine Themen schreiben, sondern – mit dem Einverständnis der jeweiligen Besitzer – auch interessante Fallbeispiele dokumentieren. Natürlich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 data-start="154" data-end="189"><strong data-start="157" data-end="189">Fallbeispiele aus der Praxis</strong></h2>
<p data-start="191" data-end="378">Im Rahmen dieses Blogs möchte ich nicht nur über allgemeine Themen schreiben, sondern – mit dem Einverständnis der jeweiligen Besitzer – auch interessante <strong data-start="346" data-end="377">Fallbeispiele dokumentieren</strong>.</p>
<p data-start="380" data-end="608">Natürlich ist es nie schön, was die Tiere durchmachen müssen. Aber es ist schön zu sehen, wie man ihnen mit gezielter Therapie oft <strong data-start="511" data-end="530">deutlich helfen</strong> kann – sei es bei der Heilung oder bei der Verbesserung ihrer Lebensqualität.</p>
<p data-start="610" data-end="877"><strong data-start="610" data-end="622">Hinweis:</strong> Bilder von frischen Verletzungen, OP-Narben oder sensiblen Befunden sind in einem <strong data-start="705" data-end="716">Spoiler</strong> versteckt, damit du selbst entscheiden kannst, wie viel du sehen möchtest. Die Spoiler sind entsprechend beschriftet, um ungewollte Überraschungen zu vermeiden.</p>
<h2 data-start="884" data-end="932"><strong data-start="887" data-end="932">Fallbeispiel: Tinkerstute Jona (13 Jahre)</strong></h2>
<h3 data-start="934" data-end="973"><strong data-start="938" data-end="973">Verletzung und Klinikaufenthalt</strong></h3>
<p data-start="975" data-end="1221">Im Sommer 2016 zog sich die 13-jährige Tinkerstute <strong data-start="1026" data-end="1034">Jona</strong> durch ungeklärte Umstände eine <strong data-start="1066" data-end="1088">Hornhautverletzung</strong> am Auge zu. Alle konservativen Behandlungsversuche im Heimatstall blieben erfolglos, sodass sie in eine Tierklinik überwiesen wurde.</p>
<p data-start="1223" data-end="1407">Dort wurde zunächst ein letzter Versuch gestartet, das Auge medikamentös zu behandeln. Hierfür wurde ein <strong data-start="1328" data-end="1345">Augenkatheter</strong> gelegt und das Auge über mehrere Tage kontinuierlich gespült.</p>
<p data-start="1223" data-end="1407"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-471" src="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" srcset="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-300x212.jpg 300w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-500x353.jpg 500w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-520x367.jpg 520w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-700x494.jpg 700w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-740x522.jpg 740w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-768x542.jpg 768w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/01_Katheter-1024x723.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p data-start="1444" data-end="1691">Da auch diese Maßnahme keinen ausreichenden Erfolg brachte, wurde Jona in <strong data-start="1518" data-end="1542">Vollnarkose operiert</strong>. Dabei wurde ein Stück Gewebe aus dem Augenlid entnommen und auf die Hornhaut transplantiert – in der Hoffnung, ihre Sehkraft teilweise zu erhalten.</p>
<p data-start="1693" data-end="1911">Doch leider verletzte Jona sich in der Nacht nach der OP so schwer, dass das Auge <strong data-start="1775" data-end="1793">nicht erhalten</strong> werden konnte. Um die Augenhöhle vor Schmutz zu schützen, wurde bei der OP ein <strong data-start="1873" data-end="1899">kosmetisches Implantat</strong> eingesetzt.</p>
<p data-start="1913" data-end="2153">Durch einen resistenten Keim und wucherndes Gewebe verrutschte dieses Implantat. Da dies als rein optisches Problem bewertet wurde, entschied man sich <strong data-start="2064" data-end="2096">gegen eine weitere Operation</strong>. Nach ca. sechs Wochen konnte Jona die Klinik verlassen.</p>
<p data-start="1913" data-end="2153"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-472" src="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-276x300.jpg" alt="" width="276" height="300" srcset="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-276x300.jpg 276w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-500x543.jpg 500w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-520x564.jpg 520w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-700x760.jpg 700w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-740x803.jpg 740w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-768x833.jpg 768w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat-944x1024.jpg 944w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/02_Implantat.jpg 1000w" sizes="(max-width: 276px) 100vw, 276px" /></p>
<h3 data-start="2222" data-end="2260"><strong data-start="2226" data-end="2260">Komplikationen nach einem Jahr</strong></h3>
<p data-start="2262" data-end="2553">Im Sommer 2017 stieß Jona mit der <strong data-start="2296" data-end="2321">hervorstehenden Kante</strong> des verrutschten Implantats an und verletzte dabei die Haut. Was zunächst harmlos wirkte, <strong data-start="2412" data-end="2437">entzündete sich stark</strong>. Die gespannte Haut über dem Implantat <strong data-start="2477" data-end="2494">nekrotisierte</strong>, und an eine normale Wundheilung war nicht mehr zu denken.</p>
<p data-start="2555" data-end="2645">In der Klinik wurde das Implantat entfernt. Zurück blieb ein <strong data-start="2616" data-end="2644">großflächiger Hautdefekt</strong>.</p>
<p data-start="2555" data-end="2645"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-473" src="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-300x225.jpg 300w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-500x375.jpg 500w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-520x390.jpg 520w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-700x525.jpg 700w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-740x555.jpg 740w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-768x576.jpg 768w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe-1024x768.jpg 1024w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/03_OP-Narbe.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h3 data-start="2708" data-end="2755"><strong data-start="2712" data-end="2755">Behandlungsweg: Low-Level-Lasertherapie</strong></h3>
<p data-start="2757" data-end="2882">Trotz täglicher, sorgfältiger Wundversorgung stellte sich <strong data-start="2815" data-end="2839">kein Heilungsprozess</strong> ein. Eine weitere Operation stand im Raum.</p>
<p data-start="2884" data-end="3137">Auf Anraten der behandelnden Tierärztin begann ich mit einer <strong data-start="2945" data-end="2972">Low-Level-Lasertherapie</strong>. Da ich in meiner Praxis noch kein eigenes Gerät besaß, konnte ich kurzfristig ein System von <strong data-start="3067" data-end="3087">MKW Lasersysteme</strong> mieten – wenige Tage später war es einsatzbereit.</p>
<p data-start="2884" data-end="3137"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-480" src="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-300x225.jpg 300w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-500x375.jpg 500w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-520x390.jpg 520w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-700x525.jpg 700w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-740x555.jpg 740w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-768x576.jpg 768w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6919-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<h3 data-start="3144" data-end="3170"><strong data-start="3148" data-end="3170">Behandlungsverlauf</strong></h3>
<p data-start="3172" data-end="3400">Bereits kurz nach Beginn der Therapie zeigten sich erste Fortschritte. Das Gewebe begann sichtbar zu regenerieren. <strong data-start="3287" data-end="3313">Innerhalb von 10 Tagen</strong> war die Wunde fast vollständig geschlossen – eine erneute OP konnte verhindert werden.</p>
<p data-start="3172" data-end="3400"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-478" src="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-225x300.jpg 225w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-500x667.jpg 500w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-520x693.jpg 520w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-700x933.jpg 700w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-740x987.jpg 740w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-768x1024.jpg 768w, https://www.equinelan.de/wp-content/uploads/2017/10/IMG_6904-e1508430138204-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></p>
<h3 data-start="3566" data-end="3579"><strong data-start="3570" data-end="3579">Fazit</strong></h3>
<p data-start="3581" data-end="3826">Ich war schon vor diesem Fall von der <strong data-start="3619" data-end="3658">Wirkung der Low-Level-Lasertherapie</strong> überzeugt – aber dieser Fall hat mir endgültig gezeigt, wie wertvoll diese Methode sein kann. Ein eigenes Gerät gehört mittlerweile zur Grundausstattung meiner Praxis.</p>
<h2 data-start="3833" data-end="3882"><strong data-start="3836" data-end="3882">Einsatzgebiete der Low-Level-Lasertherapie</strong></h2>
<p data-start="3884" data-end="4004">Die Lasertherapie ist vielseitig einsetzbar – nicht nur bei Wundheilungsstörungen. Hier einige <strong data-start="3979" data-end="4003">weitere Indikationen</strong>:</p>
<ul data-start="4006" data-end="4181">
<li data-start="4006" data-end="4026">
<p data-start="4008" data-end="4026">Narbenbehandlung</p>
</li>
<li data-start="4027" data-end="4046">
<p data-start="4029" data-end="4046">Schmerztherapie</p>
</li>
<li data-start="4047" data-end="4060">
<p data-start="4049" data-end="4060">Arthrosen</p>
</li>
<li data-start="4061" data-end="4099">
<p data-start="4063" data-end="4099">Sehnenverletzungen &amp; -entzündungen</p>
</li>
<li data-start="4100" data-end="4118">
<p data-start="4102" data-end="4118">Kissing Spines</p>
</li>
<li data-start="4119" data-end="4127">
<p data-start="4121" data-end="4127">Spat</p>
</li>
<li data-start="4128" data-end="4147">
<p data-start="4130" data-end="4147">Rückenschmerzen</p>
</li>
<li data-start="4148" data-end="4159">
<p data-start="4150" data-end="4159">Hufrehe</p>
</li>
<li data-start="4160" data-end="4170">
<p data-start="4162" data-end="4170">Ekzeme</p>
</li>
<li data-start="4171" data-end="4181">
<p data-start="4173" data-end="4181">u. v. m.</p>
</li>
</ul>
<p data-start="4188" data-end="4334">Möchtest du einen bestimmten Anwendungsfall näher erklärt bekommen oder selbst ein Fallbeispiel einreichen? Dann schreib mir gerne eine Nachricht!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trageerschöpfung – Begriff, Anzeichen, Ursachen &#038; Therapie</title>
		<link>https://www.equinelan.de/test/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 13:25:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3 data-start="184" data-end="207"><strong data-start="188" data-end="207">Begrifflichkeit</strong></h3>
<p data-start="209" data-end="461">Der Begriff Trageerschöpfung wurde ursprünglich von Tanja Richter, einer der Mitbegründerinnen der Tierphysiotherapie, geprägt.</p>
<p data-start="209" data-end="461">Der Begriff <strong data-start="221" data-end="241">Trageerschöpfung</strong> wurde ursprünglich von <strong data-start="265" data-end="282">Tanja Richter</strong>, einer der Mitbegründerinnen der Tierphysiotherapie, geprägt. Er beschreibt die mangelnde Fähigkeit eines Pferdes, die <strong data-start="402" data-end="421">Tragemuskulatur</strong> seines Körpers physiologisch zu nutzen.</p>
<p data-start="463" data-end="728">Heute verwenden viele Therapeuten lieber Begriffe wie <strong data-start="517" data-end="534">Trageschwäche</strong> oder <strong data-start="540" data-end="567">myofasziale Dysfunktion</strong>, da eine Trageerschöpfung keine dauerhafte Diagnose darstellen muss. Mit geeigneter Therapie lässt sich dieser Zustand in vielen Fällen <strong data-start="704" data-end="727">vollständig beheben</strong>.</p>
<h3 data-start="735" data-end="752"><strong data-start="739" data-end="752">Anzeichen</strong></h3>
<p data-start="754" data-end="1020">Wie so vieles ist auch die Trageschwäche <strong data-start="795" data-end="824">kein Schwarz-Weiß-Zustand</strong>, sondern zeigt sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Die folgende Liste gibt dir einen Überblick möglicher Symptome. Sie ist nicht vollständig – und nicht jedes Pferd muss alle Punkte erfüllen.</p>
<p data-start="1022" data-end="1223">Grundsätzlich gilt: Je mehr dieser Anzeichen zutreffen, desto ausgeprägter ist die Problematik. Bei Unsicherheiten gilt: Sprich mit einem <strong data-start="1160" data-end="1204">Pferdephysiotherapeuten oder Osteopathen</strong> deines Vertrauens.</p>
<ul data-start="1225" data-end="1777">
<li data-start="1225" data-end="1251">
<p data-start="1227" data-end="1251">ausgeprägter Unterhals</p>
</li>
<li data-start="1252" data-end="1263">
<p data-start="1254" data-end="1263">Axthieb</p>
</li>
<li data-start="1264" data-end="1277">
<p data-start="1266" data-end="1277">Gurtzwang</p>
</li>
<li data-start="1278" data-end="1309">
<p data-start="1280" data-end="1309">Abwehrverhalten beim Putzen</p>
</li>
<li data-start="1310" data-end="1331">
<p data-start="1312" data-end="1331">häufiges Stolpern</p>
</li>
<li data-start="1332" data-end="1357">
<p data-start="1334" data-end="1357">Faulheit, Triebigkeit</p>
</li>
<li data-start="1358" data-end="1422">
<p data-start="1360" data-end="1422">Widersetzlichkeit beim Reiten, Lektionen gelingen schlechter</p>
</li>
<li data-start="1423" data-end="1490">
<p data-start="1425" data-end="1490">verspannte Oberlinie, v. a. Lendenwirbelsäule &amp; Hosenmuskulatur</p>
</li>
<li data-start="1491" data-end="1560">
<p data-start="1493" data-end="1560">atrophierte Muskulatur hinter den Schulterblättern (Trapezmuskel)</p>
</li>
<li data-start="1561" data-end="1605">
<p data-start="1563" data-end="1605">schmale Brust, vermeintlich dicker Bauch</p>
</li>
<li data-start="1606" data-end="1639">
<p data-start="1608" data-end="1639">ausgeprägte Schreckhaftigkeit</p>
</li>
<li data-start="1640" data-end="1684">
<p data-start="1642" data-end="1684">Sehnenschäden durch Kompensationshaltung</p>
</li>
<li data-start="1685" data-end="1700">
<p data-start="1687" data-end="1700">Headshaking</p>
</li>
<li data-start="1701" data-end="1734">
<p data-start="1703" data-end="1734">aufgewölbte Lendenwirbelsäule</p>
</li>
<li data-start="1735" data-end="1762">
<p data-start="1737" data-end="1762">Probleme beim Hufegeben</p>
</li>
<li data-start="1763" data-end="1777">
<p data-start="1765" data-end="1777">Senkrücken</p>
</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<h3 data-start="1784" data-end="1800"><strong data-start="1788" data-end="1800">Ursachen</strong></h3>
<p data-start="1802" data-end="1975">Wenn der Begriff <strong data-start="1819" data-end="1839">Trageerschöpfung</strong> im Zusammenhang mit dem eigenen Pferd fällt, ist der Schreck oft groß. Sofort stellt sich die Frage:<br data-start="1940" data-end="1943" /><strong data-start="1943" data-end="1975">Was habe ich falsch gemacht?</strong></p>
<p data-start="1977" data-end="2136">Natürlich können <strong data-start="1994" data-end="2017">fehlerhaftes Reiten</strong> oder nicht fachgerechte Bodenarbeit eine Trageschwäche begünstigen – aber sie sind längst nicht die einzigen Ursachen.</p>
<p data-start="2138" data-end="2389">Viele Jungpferde zeigen schon erste Anzeichen <strong data-start="2184" data-end="2211">bereits in der Aufzucht</strong>, bevor je ein Reiter im Sattel saß. Auch die moderne Pferdezucht trägt ihren Teil bei: Immer spektakulärere Gänge und maximale Rittigkeit gehen oft <strong data-start="2360" data-end="2388">zu Lasten der Stabilität</strong>.</p>
<p data-start="2391" data-end="2614">Genau diese Stabilität fehlt dann im Alltag – sei es für den Reiter oder allein zur gesunden Selbsthaltung des Pferdes. Immerhin muss der Brustkorb mit mehreren 100 kg Organmasse dauerhaft getragen und ausbalanciert werden.</p>
<p data-start="2616" data-end="2814">Um Tragemuskulatur gezielt zu entwickeln, braucht es ein <strong data-start="2673" data-end="2698">durchdachtes Training</strong>. Und vor allem eines:<br data-start="2720" data-end="2723" />Ein klares Verständnis davon, <strong data-start="2753" data-end="2760">wie</strong> ein Pferd seinen Körper überhaupt gesund nutzen kann.</p>
<p data-start="2816" data-end="3101">Ob die klassische Reitlehre das noch leisten kann, wird kontrovers diskutiert. Klar ist: <strong data-start="2905" data-end="2946">Die Zahl betroffener Pferde ist hoch.</strong><br data-start="2946" data-end="2949" />Darum braucht es Lösungen, die auch für den <strong data-start="2993" data-end="3027">Freizeitreiter alltagstauglich</strong> und umsetzbar sind – ohne tägliches Spezialtraining oder Dauerunterricht.</p>
<h3 data-start="3108" data-end="3130"><strong data-start="3112" data-end="3130">Therapieoption</strong></h3>
<p data-start="3132" data-end="3399">Es gibt viele Wege, dem Thema Trageschwäche zu begegnen. Ich habe über Jahre hinweg Literatur studiert, Trainer besucht und Methoden ausprobiert, um herauszufinden, <strong data-start="3297" data-end="3330">welcher Ansatz wirklich hilft</strong> – und sich gleichzeitig <strong data-start="3355" data-end="3392">praxisnah und nachhaltig umsetzen</strong> lässt.</p>
<p data-start="3401" data-end="3564">Besonders bewährt hat sich für mich das <strong data-start="3441" data-end="3460">Faszientraining</strong>. Es ist effektiv, verständlich und lässt sich mit etwas Anleitung gut selbst am eigenen Pferd anwenden.</p>
<p data-start="3566" data-end="3646">👉 Weitere Informationen findest du <a href="https://www.equinelan.de/bewegte-physiotherapie/">hier</a></p></div>
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